Jubiläumskonfirmationen 2021

Nachdem wir im letzten Jahr keine Jubiläumskonfirmationen aufgrund der Corona Pandemie gefeiert haben, haben wir in diesem Jahr zwei Jahrgänge zur Jubiläumskonfirmation eingeladen.
Am 19. September feierte Pastor Donay mit den Diamantenen Konfirmandinnen und Konfirmanden, also mit denen, die im Jahr 1960 und 1961 in der Klosterkirche konfirmiert worden waren, einen Jubiläumsgottesdienst. Am 26. September waren dann die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Jahrgänge 1955 und 1956 zur Feier der Eisernen Konfirmation eingeladen. Im Anschluss an beide Gottesdienste gab es im Gemeindehaus etwas zu essen. Die Jubilare genossen es, gemeinsam am Tisch zu sitzen und erzählen zu können.

Diamantene Konfirmation am 19. September

Eiserne Konfirmation am 26. September

Die Tafel und der Nahkauf sagen Danke!

Auch in diesem Herbst wurde die Arbeit der Blomberger Ausgabestelle der Tafel Ostlippe von vielen Blombergerinnen und Blombergern intensiv unterstützt. Im Nahkauf wurden in diesem Jahr die unglaublich hohe Zahl von 582 Lebensmitteltüten im Wert von je 5€ für die Tafelarbeit in Blomberg gespendet.

Die Mehrzahl der Tüten wurden von den Nahkaufkunden gespendet, aber auch der Chef des Hauses spendete von sich aus 50 Tüten zusätzlich. Vielen Dank allen Spenderinnen und Spendern!

Vielen Dank auch den Blomberger Blumengeschäften, die wie in den Jahren zuvor Geld-Spenden für die Tafel in diesen Monaten annehmen!

Sternsinger

Unter dem Motto: „Sternsingen-aber sicher!“ fand die Sternsinger-Aktion 2021 der kath. Kirchengemeinde St. Martin in Blomberg zu Beginn des Jahres statt. Ein persönlicher Besuch der Sternsinger war pandemiebedingt nicht möglich. Daher verteilten Gemeindemitglieder Segensbriefe. Die Spendensumme belief sich auf beeindruckende 9918 Euro! An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle Spender! Das Motto der kommenden Aktion lautet: „Gesund werden-gesund bleiben“. Ein Kinderrecht weltweit. Wie passend, in dieser Zeit der Pandemie. Auch im kommenden Jahr unter stützen die Sternsinger die Projekte der Schwestern vom Guten Hirten in Mosambik. Vermutlich wird es erneut einen schriftlichen Gruß der Sternsinger geben. Ein aktueller Bericht von Sr. Eva aus Mosambik macht deutlich, wie dringend die Spenden dort benötigt werden. Sr. Eva: „Politische Unruhen sorgen für viele Flüchtlinge. In unserer Mission versorgen wir momentan 410 Kinder mit dem Nötigsten. Ausgelegt ist die Mission eigentlich für höchstens 350 Kinder! Erfreulich ist, dass die Schule der Schwestern vom Guten Hirten in Nampula im September wieder öffnen durfte! Die Regierung hatte pandemiebedingt alle Schulen bis dahin geschlossen. Es wurde bereits mit der Alphabetisierung von vertriebenen Kindern begonnen, damit sie im neuen Jahr auch die Schule besuchen können.“

Die Schwestern vom Guten Hirten wünschen Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest ebenso Gottes Segen für das Jahr 2022!

Claudia Meier
(Sternsinger-Verantwortliche) Katholische Kirchengemeinde St. Martin, Blomberg

Die „Neuen“ im Turm

Wie in den Vorjahren ist der neue Katechumenen-Jahrgang mit einer Kennenlern-Rallye am Samstagmorgen in der Klosterkirche und im Martiniturm in die Konfirmandenzeit gestartet. Im Martiniturm gab es dazu fachkundige Erklärungen von Uwe Feiert, der sowohl Mitglied des Kirchenvorstandes als auch Stadtführer in Blomberg ist. Auf dem Bild sehen Sie die Gruppe, die Wolfgang Peter begleitet hat. In diesem Jahr haben nur 13 Jungen und Mädchen mit dem Konfi-Unterricht begonnen. Am Erntedanktag werden wir sie im Gemeindegottesdienst offiziell begrüßen.

10 Jahre Pilgern in Lippe

In einem Fest-Gottesdienst am Nachmittag des 22. August feierten wir in der Klosterkirche das 10jährige Jubiläum des lippischen Pilgerweges. In der Mitte dieses Pilgerweges liegt die Blomberger Klosterkirche. Deshalb lag es nahe, bei uns das Jubiläum zu feiern. Bereits am Vormittag hatten sich 3 Pilgergruppen auf den Weg nach Blomberg gemacht. Im Gottesdienst legte dann Landessuperintendent Arends den 23. Psalm als Pilgerlied aus. Ein Grußwort sandte zudem der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er lobte in ihm ausdrücklich die vielen guten Impulse, die aus dem gemeinsamen Pilgern entstehen.

Genau davon sprachen im Gottesdienst drei Frauen, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen als Pilgerinnen kurz benannten. Christine Buster antwortete auf die Frage: Warum ich pilgere? Beim Gehen durch Wald und Wiesen, gelingt es mir ruhiger zu werden. Mein Kopf, der sonst so voll ist mit Terminen, Problemen, To-Do-Listen wird leerer. Die Freiheit, die dadurch entsteht lässt mich besser durchatmen, und ich kann besser hören. Hören auf das wirklich Wichtige. Manchmal habe ich das Gefühl, ich kann mich dadurch finden lassen. So gebe ich mir und Gott eine Chance, ins Gespräch zu kommen.

Hanna Liedtke berichtete: Ich bin den Jakobsweg in Spanien gegangen. Dieser Pilgerweg hat mich und mein Leben nachhaltig verändert. Das Abenteuer Pilgern beginnt bei mir, wenn ich längere Zeit unterwegs bin. Auf meinem Weg hab ich nur das Nötigste in meinem Rucksack. Die Einfachheit, die Stille, die Natur, Gottes großartige Schöpfung und die Gemeinschaft mit anderen, schenken mir ein neues Gefühl von Freiheit und machen mich glücklich. Auf einem langen Pilgerweg „leert“ sich mein Kopf und wird neu gefüllt. Ich komme Gott und mir ein Stück näher. All das gibt mir neuen Mut, Kraft und Energie für den Alltag und meinen Lebensweg.

Susanne Herzogs konnte leider im Gottesdienst nicht dabei sein. Ihre Erfahrungen trug Miriam Hähnel vor: Warum ich pilgere? Pilgern bedeutet für mich, die göttliche Schöpfung mit allen Sinnen wahrzunehmen und mich als Teil des Großen und Ganzen zu begreifen. Pilgern erdet und spendet Energie für den Alltag. Darüber hinaus erlebe ich beim Pilgern wertvolle Begegnungen gemäß Martin Buber: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“

Weitere Informationen zum Pilgern auf dem Lippischen Pilgerweg finden sich unter: http://www.pilgern-in-lippe.de/

Abschied von Organistin Regina Schnell

Vor 2 Jahren begann Regina Schnell ihren Dienst als Organistin in unserer Kirchengemeinde. Feinfühlig gestaltete sie den musikalischen Rahmen der Gottesdienste. Dabei war nicht nur ihr Orgelspiel ein Genuss, sondern häufig sang sie dazu auch mit ihrer klaren Stimme die Lieder von der Orgelempore mit. Manches Mal nahm sie eines der thematischen Lieder des Gottesdienstes im Orgelnachspiel noch einmal auf und improvisierte zu diesem Lied. Als, aufgrund der Corona Schutzbestimmungen, der gemeinsame Gesang der Gemeinde im Gottesdienst nicht möglich war, brachte sie immer wieder Kommilitonen von der Hochschule aus Detmold mit, die für uns sangen. Etliche Gemeindeglieder kamen auch wegen der besonders schönen musikalischen Gestaltung der Gottesdienste am Sonntagmorgen in die Klosterkirche. Leider neigt sich ihr Studium an der Hochschule für Musik jetzt dem Ende entgegen und sie verlässt Mitte August das Lipperland. Wir nehmen schweren Herzens Abschied von ihr. Wir wünschen Ihr Gottes Segen für ihren weiteren Lebensweg.

Sommergottesdienst in Eschenbruch

Am ersten August war es wieder soweit: Nachdem der Gottesdienst im letzten Jahr ausfallen musste, konnte unter den Eichen in Eschenbruch der Sommergottesdienst im Freien stattfinden. Die Eschenbrucher Dorfgemeinschaft hatte alles aufs Beste vorbereitet und sich auch für die coronakonforme Durchführung das Okay des Blomberger Ordnungsamtesgeben lassen. Rund 50 Gottesdienst-Teilnehmerinnen und -teilnehmer aus Eschenbruch, Blomberg und dem Umkreis konnten sogar die Lieder ohne Maske mitsingen. Dazu begleiteten sie Regina Schnell am E-Piano und als Singgruppe

In seiner Ansprache zum Gleichnis vom Schatz im Acker und zur kostbaren Perle hob Pastor Donay hervor, wieviel Energie aus Freude erwächst und dass der christliche Glaube von der Vorfreude auf Gottes Reich lebt. Nach dem Gottesdienst gab es für alle, die wollten, die schmackhaften Eschenbrucher Würstchen mit Salat und Kaffee und Kuchen in bester Hausfrauenqualität. Da störte auch ein kleiner Regenschauer kaum. Zuhause angekommen war einem nach diesem Seele und Leib wohltuenden Vormittag klar: Auf ein Neues im Sommer 22 unter den Eichen in Eschenbruch!

Aus der Jugendarbeit: Rückblick Mai

In kleinen Gruppen bis 5 Personen machen wir teilweise wieder Präsenz- Gruppen-Angebote mit Kindern und Jugendlichen. Jedoch lief auch noch vieles online über ZOOM oder DISCORD. Aufgrund der aktuellen Situation konnten wir im Mai kein klassisches Schulungswochenende machen und konzentrieren uns auf die aktuellen Herausforderungen. Auch unsere Paddeltouren können wir jetzt Anfang Juni nicht durchführen.

Das Mitarbeiter-Team bereitet sich auf die Ferienangebote vor. Wir stellen uns im Moment der Herausforderung nach den aktuellen Pandemiebedingungen Angebote zu planen in denen 5 Kinder oder Jugendliche mit 2 Mitarbeitern ein Beziehungsteam bilden. Da wir einen großen Mitarbeiterpool haben und auch unsere Räumlichkeiten es zulassen, können wir gleichzeitig Angebote für mehrere Beziehungsteams anbieten.

Abendmahl aus Einzelkelchen

Der Silberne Kelch für den Traubensaft und der silberne Teller für das Brot: zum Abendmahl stehen sie auf dem Tisch in Chorraum der Kirche und alle, die am Abendmahl teilnehmen, versammeln sich um diesen Tisch. So sah es bei uns bislang beim Abendmahl aus.

Wegen des Virus können wir aber seit Beginn der Pandemie kein Abendmahl feiern und es wird vermutlich lange Zeit unmöglich sein, den Kelch zu benutzen, weil bei einem gemeinschaftliche genutzten Kelch die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist.

Deshalb hat der Kirchenvorstand bereits im Herbst letzten Jahres beschlossen, Einzelkelche in Auftrag zu geben. Sie wurden in einer kleinen Töpferei entworfen und von Hand hergestellt. Mit ihrer Hilfe werden wir sobald es wieder möglich ist und unter Beachtung aller notwendigen Hygieneregeln wieder Abendmahl feiern können.

Auf dem Bild ist zu sehen, wie es dann ungefähr auf dem Abendmahlstisch aussehen könnte.

Muntari „… nach Hause kommen!“

Gern übernehmen wir auf Bitten der Kirchengemeinde Cappel-Istrup den folgenden Gemeindebriefartikel aus unserer Nachbargemeinde: „Nach Hause kommen,“ das ist der größte Wunsch Muntaris. „Bitteres Ende einer Odyssee“, so titelte die Lippische Landeszeitung am 10.12.2019. Muntari Adam (35 J.) verlor vor 17 Jahren seine ganze Familie in Ghana durch ein Massaker. Völlig traumatisiert begann seine lange Fluchtgeschichte.

Auf diesem beschwerlichen Weg erhielt er 2014 als Flüchtling in der Cappeler Kirchengemeinde Kirchenasyl. Danach fand er hier eine neue Heimat, Gemeinschaft und Sicherheit. Er gehörte einfach dazu: Seine Heimat ist Lippe! Er litt unter seinen Traumata, hatte sich aber trotz allem gut integriert. Sein Asyl-Antrag war zwar abgelehnt worden. Aber die Härtefallkommission des Landes NRW sprach sich für sein Bleiben in Deutschland aus. Dennoch wurde er in einer ‚Nachtund Nebelaktion‘ durch die Ausländerbehörde des Kreises Lippe ohne Ankündigung am 21. November 2019 aus seiner Wohnung geholt und in sein Herkunftsland Ghana zurückgeschickt. Ghana ist für Muntari ein fremdes Land. Wir stehen mit ihm in Kontakt. Er leidet schwer an Einsamkeit, Verunsicherung, Perspektivlosigkeit und hat Angst um sein Leben. Über unsere Partnerkirche in Yendi konnten wir Muntari bisher unterstützen. Doch Yendi ist der Ort, den Muntari mit dem Massaker an seiner Familie verbindet. Uns allen war klar, dass Muntari dort nicht gesunden kann – mit der ständigen Angst im Nacken von den Mördern seiner Familie erkannt zu werden. Somit wollen wir ihm in Zusammenarbeit mit der Lippischen Landeskirche die Rückkehr ermöglichen. Wir sehen eine realistische Chance. Aber dafür fallen Kosten an: für das Visum, die Reise, Unterkunft und Anfang hier in Deutschland. Voraussetzung für die Rückkehr ist der Besitz eines ghanaischen Passes. Diesen Pass konnte Muntari endlich mit Unterstützung unserer Partnerkirche und weiterer Bekannter vor Ort beschaffen. Ziel ist es nun bei uns eine Aufenthaltsgenehmigung zur Erwerbstätigkeit für Muntari zu erlangen. Dass dieses Unterfangen beim jetzigen Gesundheitszustand von Muntari nicht einfach sein wird, das liegt auf der Hand. Daher wollen wir Muntari die Möglichkeit schaffen, in einem geschützten  Raum sozialversicherungspflichtig angestellt zu werden. Das wäre eine gute Starthilfe zu Beginn für Muntari. Daher brauchen wir Ihre Unterstützung, um Muntari eine hoffnungsvolle Lebensperspektive zu eröffnen! Helfen Sie Muntari mit Ihrer Spende, damit er in seine lippische Heimat zurückkommen kann! Jeder Beitrag hilft, um Muntari seiner Heimat ein Stück näher zu bringen!

Spendenkonto: Ev.-ref. Kirchengemeinde Cappel-Istrup
Sparkasse Paderborn-Detmold:
IBAN: DE51 4765 0130 0000 1346 35 · BIC WELADE3LXXX
Stichwort: 0301 Flüchtlingsarbeit
DANKE für Ihre Hilfe sagen der Kirchenvorstand der Ev.-ref. Kirchengemeinde Cappel-Istrup mit Pfarrerin Iris Beverung und Pfarrer Dieter Bökemeier (Lippische Landeskirche).