Im Turm

800px-Glockenturm04Zu den Besonderheiten Blombergs gehört es, dass Kirche und Turm 150 Meter getrennt voneinander stehen. Die Klosterkirche selber hatte nie einen Turm; geläutet wurde mit zwei kleinen Glocken aus dem kleinen Erker oberhalb des Einganges. Der Turm gehörte ursprünglich zur Martinikirche, der Stadtkirche Blombergs, die im Jahre 1833 wegen angeblicher Baufälligkeit abgerissen wurde. 1879 wurde an Stelle des Kirchgebäudes das Amtsgericht angebaut, in dem nun Teile der Stadtverwaltung untergebracht sind. Der Turm ist vermutlich bereits kurz nach der Stadtgründung Blombergs im 13. Jahrhundert errichtet worden. Neben einigen Teilen der Burg und der Stadtmauer war der Martiniturm das einzige Bauwerk Blombergs, das die Zerstörung der Stadt am Ende der Soester Fehde im Jahr 1447 überstand. Im Jahre 1847 – 1849 wurden der Glockenstuhl erneuert und ein neuer Turmhelm auf den Turm gesetzt. Seit dem Jahr 2007 wird der Turm in der Nacht angestrahlt und ist so das älteste Bauwerk Blombergs.

Glocken und Uhr
Im Turm befindet sich das Geläut der Gemeinde. Im ersten Weltkrieg wurden die Glocken eingeschmolzen. 1921 stifteten drei Blomberger Familien drei neue Stahlglocken. Diese wurden 1976 durch Bronzeglocken ersetzt. Sie tragen die Namen Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Stahlglocken haben ihren Platz auf dem Boden vor der Kirche auf der Höhe des Chores gefunden. Im Turm befindet sich ebenfalls eine mechanisch betriebene Turmuhr, deren Gewichte bis zum Boden des Turmes reichen können. Durch alte Verträge ist bestimmt, dass die Stadt Blomberg die Verantwortung für diese Uhr hat. In ihrem Auftrag wartet ein benachbarter Uhrmacher die Uhr und zieht sie regelmäßig auf.
Leben im Turm
In den letzten Jahren wurde der Turm neu mit Leben gefüllt. Das Erdgeschoss und der erste Stock wurden in Zusammenarbeit der Kirchengemeinde, der VHS und von Blomberg Marketing so gestaltet, dass nun in der Sommerzeit kleine Ausstellungen und spezielle Konzerte oder Lesungen im Turm stattfinden können. So gab es in den letzten jahren mehrere Veranstaltungen im Rahmen der Veranstaltungen von “Nelke küsst Tulpe” (Ab in die Mitte), eine “Nacht der Poesie” im Turm, mehrere Austtellungen, zuletzt von Lithograpien von Karl Hofer. Auch der 2. Stock wurde im Jahr 2011 zugänglich gemacht, so dass nun auch bei Stadtführungen und Stadtspaziergänge das mechanische Uhrwerk besichtigt werden kann.

Mehr Informationen über Martiniturm auf der neuen Website

http://www.martiniturm.de/

Wenn Sie einmal den Martiniturm oder unsere Klosterkirche geführt besichtigen möchten, können Sie gern unsere Kirchenführerinnen Karin Donay (05235/6693) und Christiane Klotz (05235/8859) kontaktieren. So können Sie ganz neue Facetten am Turm entdecken!

Sie möchten sich gern im Martiniturm einbringen? Wir suchen stets Mitglieder für unsere Arbeitsgemeinschaft Martiniturm. Bei Interesse können Sie sich bei Pastorin Rosenhäger melden (05235/6012 | u.rosenhaeger[at]web[punkt]de)